- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Kleine Honigkunde für Fortgeschrittene
Referent ist Bastian Hammer, Chemielehrer und verantwortlich für die Bienen-AG am Gymnasium Alexandrinum in Coburg, Bienensachverständiger.
Wir Imker können ganz gut sehen, welche Tracht sich unsere Bienen gerade ausgesucht haben, die Farbe der Pollenhöschen und des rund um das Brutnest eingelagerten Pollens verrät es uns. Später ist es dann die Geschwindigkeit und die Struktur des Auskristallisierens. So wissen wir: da ist viel Raps im Spiel – ideale Mischung für „cremig gerührt“; oder Robinie für Liebhaber flüssigen Honigs im Joghurt und Müsli; oder Linde – stark duftend für den Tee in der Erkältungssaison. Ob wir den Honig tatsächlich „Rapshonig“ nennen können, entscheidet erst eine Labor-Analyse. Es muß überwiegend der Nektar von Raps sein. Sonst ist es eben „Frühjahrstracht“ oder „Blütenhonig“. Oder „Sommertracht“, wenn wir eben nicht sicher wissen, ob mehr als 50 % des Nektars von Lindenbäumen ist.
Der Blick in unsere Landschaft verrät es: hier ist eine große Vielfalt von Pflanzen und damit auch von Geschmacksrichtungen. Sortenhonige sind in unserer Region eher selten. Aber wie können wir dann unseren Kunden erklären, was unseren (regionalen) Honig nach unserem Geschmack so besonders und gut macht? Also entweder kosten lassen (mit Erklärung) oder die richtigen Worte finden: blumig, mentholisch, malzig für den Geruch. Seidig, feinkristallin, sandig für das Empfinden im Mund. So richtige Sprachkunst wird es dann beim Geschmack, da brauchen wir Beispiele verschiedener Obstsorten, Gewürze aus der Küche, oder vom Sahnebonbon über weiße Schokolade bis zu Marzipan.
Der Vortrag soll uns helfen, unsere Honige so gut zu kennen und zu verstehen, daß wir damit auch unsere Kunden überzeugen können.
Der Vortrag ist kostenlos, Gäste sind willkommen!